manifest

Ziel meiner Arbeiten ist eine Diskussion von Machtkonstellationen, von Geschlechtlichkeit, Verschwendung, persönlicher Umgang mit vorhandenen u./o. eigenen Ressourcen.

Die Arbeiten zeigen zumeist eine Dialektik der vorhandenen _  der vermeintlichen Oppositionen auf. Sie finden ihren theoretischen Ursprung im Poststrukturalismus mit Foucault und Butler, aber auch in der Psychoanalyse und mithilfe von Herbert Marcuse.

Meine Auseinandersetzung mit diesen Themen äußerst sich in allen meinen Projekten _ sei es Fotografie, Zeichnung, Malerei oder Text. Es sind ständige Rezitationen der Themen, welche ihren Ursprung in der absoluten, völligen uneingeschränkten und nicht stärkeren Intimität, dem Verdrängten finden.

Die von mir dargestellten Momente des Privaten, äußern sich nicht durch (oberflächliche) Nacktheit, sondern durch Berührung. Ich, als Schaffende und Sie, als Betrachter_innen, wir sind nicht konfrontiert mit einer oberflächlichen Intimität, sondern mit einer Rüttelung. Nicht mit einem Erkennen auf den zweiten Blick, welcher nur ganz erlesenen Vorbehalten, sondern mit einem unbewussten Erkennen, mit einem Störgefühl, dem Gefühl der Grenzüberschreitung obwohl kein eindeutiger Skandal zu erkennen ist.

UND eben hierin ist das Skandalöse zu finden, die Wechselwirkung der dargestellten Intimität, der Macht, welche das Bild durchzieht und eben jene Macht, welche den Einzelnen durchzieht, spiegelt. Subtil, nicht direkt und eben dadurch berührend, unterschwellig schockierend, zerrüttelnd, aufwühlend und dadurch von dem erlangten bewusst Sein zurück ins Stadium der Verdrängung gelangend. ( da das verdrängte nicht ausgehalten werden kann, welches durch die arbeiten hervorgeholt wird)

Verständnis v Intimität:

Ich erhebe den Anspruch, dass meine Arbeiten dem eigenen (meinem und anderem) Verdrängten Raum geben und ihm helfen sich zu manifestieren. Diese Manifestation des Innersten muss sodann aber unterdrückt werden, andere Deutungsmuster müssen angeführt werden, damit das selbstaufgebaute Ich weiter in dem Realitätskonstrukt existieren kann, ohne sich in Frage zu stellen. Heißt, Verdrängung des Verdrängten als Voraussetzung des Identitätserhalts.

Wenn nun aber meine Arbeiten zur Reproduktion des Verdrängten führen, heißt es nicht, dass sie keine reale Wirkung besitzen. Sie sind da, einfach da und durch die Rüttlung, welche – von den meisten – nur im geringen angenommen werden kann SCHAFFT sie etwas neues.

Somit verstehe ich meine Arbeiten – ohne explizites Extrem – als skandalös. Skandalös im Sinne von unerwartet und zu viel. Nicht zu nackt, nicht pornografisch oder sexualisiert, noch private Gewaltmomente oder irgendeine andere Form von verzweifelter Darstellung extremer Intimität. Sondern eben durch die im Werk sich befindenden eigenen Anteile des Menschen, die Anteile der eigenen Spiegelung.

 

 

-> dies das jenes : copie right liegt natürlich bei mir. alles zeugs meins! l.o.v.e

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